Franziska
Am 17. März hatte mich ein Bekannter aus Klinikzeiten gefragt, ob ich mit ihm auf das Eishockey Spiel gehen möchte. Ich freute mich sehr und hatte zugesagt. Wir hatten vereinbart, dass ich ihn bei sich abhole. Als ich bei ihm in der Wohnung war, teilte er mir mit, dass wir noch Zeit haben und noch ein Bier bei ihm trinken können. Er machte mich darauf aufmerksam, dass man keine Taschen mit ins Stadion nehmen darf. Daraufhin sah ich mich gezwungen meine bei ihm liegen zu lassen.. ich vergaß jedoch, dass sich darin mein Haustürschlüssel befand. Als wir beim Spiel waren, kaufte er mir erst ein Bier. Und fragte mich danach, ob ich noch eins trinke. Ich lehnte ab. Er akzeptierte es nicht und holte mir noch eins. Ich empfand es als unhöflich, das bereits von ihm bezahlte Bier abzulehnen. Ich trank es, obwohl ich den Alkohol schon deutlich spürte. Danach folgte noch ein Bier mit der Begründung: “Komm, eins geht schon noch!” Ich sagte: “Nein wirklich. Danke. Es geht mir nicht so gut.” Seine Freunde, die mich im Blick hatten, warfen ein: “Dann musst du noch mehr trinken!” … Und schon hatte ich das dritte in der Hand. Welches ich dann noch heruntergewürgt hatte. Kurz darauf bemerkte ich starke Unsicherheiten beim Laufen. Als das Spiel vorbei war, sagte ich, dass ich müde wär und gerne nach Hause gehen würde. Er weigerte sich mit mir zu sich zu gehen und mir meinen Schlüssel zu geben. “Wir gehen jetzt erstmal noch was trinken!” Er und seine Freunde versprachen nur auf ein Getränk zu gehen. “Na gut”.. Anschließend ging ich mit meinem Bekannten allein zu sich. Mittlerweile war ich schon mehr als angetrunken. Bei ihm in der Wohnung angekommen, ließ ich meine Jacke und Schuhe an, schnappte mir meine Tasche, als er ein Bier aufmachte und es mir hinstellte. Ich nippte dran und setzte mich einen Moment auf die Couch. Er lag im Bett. Er sagte, ich solle doch endlich rüberkommen, nur kuscheln. Ich beharrte darauf heimgehen zu wollen. Als ich aufstand, stand auch er auf, stellte sich vor mich und hielt mich fest. Er fasste mir an den Po und versuchte mich zu küssen. Ich verzog das Gesicht und drehte mich weg. Wieder versuchte er mich zu küssen. er hatte einen festen Griff. Ich versuchte freundlich zu bleiben, aus Angst es könnte “schlimmer” werden und machte einen Augenblick gegen meinen Willen mit… Schließlich schaffte ich es mich loszureißen und ging. Ich fühlte mich so schlecht.. Es war mir so peinlich, ich schämte mich, fühlte mich irgendwie richtig eklig.. So wollte ich den Abend nicht enden lassen. Ich wollte mich morgen nicht an diesen Vorfall erinnern. Ich begab mich also noch auf die Suche nach einem schönen Abschluss. Nach Leuten mit denen ich Spaß haben und das vergessen könnte, was gerade passiert war. Zu dieser Zeit schrieb mir Chris er sei mit Tom in der Rosi und ich soll doch auch kommen. Ich dachte, jetzt wird´s besser und ging dorthin. (Mit Chris hatte ich mich auf Partys von Freunden immer gut unterhalten und viel gelacht. Er machte immer einen netten Eindruck. War aber auch sehr zurückhaltend und ruhig. Wir waren einmal zusammen im Sportbad.) Vor Ort hielt ich nach ihm ausschau und fand ihn zusammen mit Tom in der Menge. Ich begrüßte die beiden kurz und wir gingen in den Raucherbereich. Dort plauderten wir miteinander und ich merkte, dass die beiden schon einiges getrunken hatten. Kurz darauf verabschiedete sich Tom und ging nach Hause. Daraufhin ging ich mit Chris auf die Tanzfläche. Es war sehr voll und laut. Ich versuchte zu tanzen und locker zu sein, was nur mäßig klappte, da ich mich von dem vorherigen Vorfall noch schlecht fühlte. Er holte sich ein Bier und fragte ob ich auch eines möchte. Ich sagte: “Nein, danke. Ich hatte schon mehr Bier, als ich wollte.” Er drückte es mir aber dennoch in die Hand und forderte mich auf zu trinken. Immer und immer wieder. Es folgte noch ein Bier. Ich trank aus Höflichkeit und aus dem Wunsch zu vergessen. Ich stellte mich an einen Bar Tisch und er sich neben mich. Dann vertraute ich ihm an, dass es mir nicht gut geht. Plötzlich griff er mit seiner Hand, hinten in meine Hose, unter meine Unterhose, zwischen die Pobacken und zog mich seitlich an sich. Ich war erschrocken, wie erstarrt und konnte mich erst gar nicht bewegen. Als ich realisiert hatte, was passiert war, packte ich wortlos seinen Arm und zog ihn raus. Sofort steckte er ihn wieder in meine Hose. Diesmal mit mehr Kraft und rutschte bewusst tiefer hinein. Das war mir so unangenehm.. ich habe keine Worte dafür wie ich mich in diesem Moment gefühlt habe. Ich wiederholte voriges, sagte: “Aua, das hat weh getan! Hör jetzt auf damit!” und drängte ihn weg von mir. Ich entfernte mich nicht von ihm. Ich entschuldigte sein Verhalten* “Er meint das sicher nicht so.”, “Du bist doch selber schuld, weil du ihm falsche Signale gesendet hast. (weil du so angezogen warst, weil du ihn so angeguckt hast, weil du geschminkt warst, weil du hübsch bist).”, “Du hast das provoziert.”, “Ist doch nichts Schlimmes passiert”. Irgendwann darauf beschlossen wir heim zu gehen. Draußen war es eiskalt. Er ging neben mir her in meine Richtung. Vor mir eine Wand aus Regen, durch die ich nicht weit blicken konnte. Als ich nach unten schaute verschwammen die Pflastersteine vor mir zu einem wilden Muster, das sich drehte. Ich bemerkte starke Gangunsicherheiten, also hakte ich mich, trotz meines unwohlen Gefühls, bei ihm ein. Wir überquerten die Straße, in welcher sich normalerweise unsere Wege trennen sollten. Ich fragte ihn: “Du willst jetzt aber nicht mit mir nachhause oder?” Er sagte lachend: “Doch!” Ich sagte noch einmal “Nein, das geht nicht.” Dann nichts mehr. Ich hatte die ganze Zeit die Hoffnung, dass er irgendwann verschwindet. Als wir vor meiner Tür standen war mir klar ich werde ihn jetzt nicht los.. Ich hatte überlegt ihm zu sagen er solle heimgehen, doch sofort klinkten sich meine Gedanken ein: “Du kannst ihn doch jetzt nicht einfach nach Hause schicken! Er hat dich begleitet, ist wahrscheinlich auch betrunken und es regnet in Strömen. Lass ihn doch einfach nur da schlafen. Du bist ihm was schuldig!” Also sagte ich ihm: “Ok. Aber sei verdammt nochmal leise!” Ich war unendlich froh zuhause zu sein. Ich war so müde und fror. Endlich ins Bett! Als wir in meinem Zimmer waren, nahm ich meinen Schlafanzug und ging ins Bad, um mich umzuziehen. Als ich zurückkam lag er nackt, bis auf die Boxershorts, in meinem Bett. Ich war erschrocken von diesem Anblick und wusste nicht was ich tun sollte.. Ich setzte mich auf die Couch und sah ihn ungläubig an. Ich stand auf und setzte an etwas zu sagen, als er auf mich zu kam und mich küsste. Er zog mich in Richtung Bett und ich saß vorwärts auf seinem Schoß. Er versuchte mich zu küssen. Als ich mich wegdrehte wurde er grober und steckte mir seine Zunge in den Hals. Ich wollte einfach nur schlafen, drückte ihn weg und legte mich mit dem Rücken zu ihm hin. An den Rand. Ich versuchte ihn nicht zu berühren. Ab diesem Zeitpunkt wurde meine Erinnerung schwammig. Ich bemerkte seine Hände auf meinem Körper. An meinem Po, zwischen meinen Beinen. Auf einmal steckte er seine Finger in mich. Ich war wie gelähmt. Er zerrte an meinen Armen, nahm meine Beine, drehte mich und hielt mich fest. Er drückte mich und zog mich grob immer wieder auf sich. Immer wieder wurde mir schwarz vor Augen. Wie im Sekundenschlaf. Ich hatte keine Kraft mich zu wehren. Immer wieder fiel ich aus seinen Griffen, als er versuchte mich auf ihn zu setzen. Ich wusste nicht was überhaupt geschieht. Wieder schwarz. Schmerzen durchzogen meinen Körper und plötzlich wurde ich wach,.. er war in mich eingedrungen und stieß immer wieder mit Gewalt zu. Ich wimmerte und fing laut an zu weinen. Mit aller Kraft riss ich mich los. Er sagte noch: “Was denn jetzt mit dir los?! Na komm!” Kurz darauf trat ich wieder weg. In dieser Nacht wachte ich noch ein paar Mal auf. Er ließ nicht locker immer wieder versuchte er es. Als ich aufwachte, zog er sich an und ging. Ich war unendlich kaputt und müde. Ich fühlte nur Leere. Ich konnte nicht aufhören zu weinen und zitterte am ganzen Körper. Es war unerträglich. Ich wollte schreien, aber mein Hals war wie zugeschnürt. Ich wollte sterben. Kein Wort der Welt kann ich finden, um zu beschreiben, wie ich mich an diesem Morgen fühlte.

























