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Das ist keine große Sache, im Vergleich zum Alltag, aber eine, die mich aufgrund der Location auf die Palme gebracht hat:

In einem linken Hausprojekt in Wien, dem EKH gibt es im unteren Stockwerk zwei Toiletten. Auf der Tür der Einen sind FLIT (steht für FrauenLesbenInterTrans-Menschen) Symbole aufgemalt, auf der Anderen gar nichts. Ich gehe in die zweite Toilette ohne Symbole, weil diese grad leer ist. Als ich wieder herauskomme knurrt mich ein Typ der davor gewartet hat höhnisch an: “Das ist die MÄNNERToilette”. Ich zucke überrascht und eingeschüchtert zurück, bevor ich Zeit habe nachzudenken und mit einem wütenden “Fuck Gender!” zu kontern. Männertoilette? Gibt es hier nicht. Und ich sehe es sowieso nicht ein neben einem leeren Raum zu warten, nur damit er für ihn jederzeit bereit ist. Wir sind in einem Haus, dass explizit für alle Geschlechter gedacht ist, einem eigentlich feministischen Ort. Warum gendert man überhaupt Toiletten? Warum kann man, wenn man eine Toilette aus irgendeinem mir unerfindlichen Grund schon gendern muss, nicht für die Macker, die das noch nicht verstanden haben GROß dazuschreiben, dass die Andere für alle ist?

Im Alltag schüttele ich über so etwas nur entnervt den Kopf, aber in einem linksradikalen Haus?